Vor einer Woche machte sich wieder der Schrecken in Erfurt bei vielen Müttern breit. Die IGS (integrierte Gesamtschule) in Erfurt wurde Ziel einer Amokandrohung. Die Schule blieb einen Tag geschlossen, wurde überwacht.
Seid einer Woche gehen die Kinder dort mit überhöhter Sicherheit zur Schule, alle Eingänge werden strengstens Kontrolliert. Schüler, Lehrer und sonstige Angestellte werden ein und auswärts mit Metaldedektoren durchsucht, in den Klassen sitzen Beamte. Schüler werden teilweise bis zu den Toiletten begleitet.
Gestern, ging nun die zweite Drohung gegen die Schule im Erfurter Norden ein. Bis Ende der Woche bleiben die Sicherheitsvorkehrungen so bestehen. Seit dem Amok-Lauf in der Gutenberg-Schule bei dem 17 Menschen das Leben verloren, nimmt Erfurt solche Solche Drohnungen gegen Schulen Ernst. Beim Gespräch mit einer Mutter, die ihren 13 jährigen Sohn auf dieser Schule hat, läuft einem ein kalter Schauer über den Rücken. Zu tief sitzen noch die Wunden in Erfurts Bevölkerung, die der damalige Gymnasiast Robert Steinhäuser hinterlies.
Die Mutter, deren Sohn auf die IGS geht, hätte auch am 26.04.2002 in der Gutenberg-Schule zur Arbeit erscheinen müssen, aber war durch die Geburt des Kindes ihrer Freundin, zum Glück nicht auf Arbeit, so das sie das Massaker dort nicht live miterleben musste. Ihre Arbeitskolegen befanden sich aber in dem Schulgebäude.
Gedanken die sie nun stark mitnehmen.
Thüringen war das einzige Bundesland, welches keinen Abschluss vorwies, wenn man das Gymnasium nicht schaffte. Das hiess für die Schüler 13 Jahre lernen und am Ende nicht mal den Hauptschulabschluß zu besitzen.
Robert Steinhäuser, der vom Gymnasium flog, verfolgte mit seinem Amoklauf, das Ziel, dies zu ändern.
Ob er es nun war, der den Anlass lieferte das Schulgesetz zu ändern, lass ich mal im Raume stehen (viele Erfurter sagen "Ja" ohne ihn wäre nichts geändert worden) Tatsache ist, das es geändert wurde, was die Frage nun aufwirft, muß man in Deutschland erst zu solchen Mitteln greifen, damit sich was ändert?
Zur IGS zurückkommend, der Täter hat anscheinend keinelei politische Ambitionen, was er den Schülern und Lehrern dort für einen Schrecken einjagd, wird er wahrscheinlich erst begreifen, wenn er gefasst und Hinter Gittern in Ruhe nachdenken kann.