Notinseln und deren Un/Sinn PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Fee   
Als Mutter schulpflichtiger Kinder macht man sich sehr oft Gedanken über die Gefahren der Schulweges, sowie den Schutz seiner Kinder in der Schule.
Gewalttaten in und um Schulen herrum sind immer mehr ein Problem was nicht auf einzelne Schulen sondern Bundesweit ausgebreitet ist.
Dies dachten sich sicher auch die Herren und Damen der Stiftung Hänsel und Gretel in Karlsruhe und so beschloss man (meines erachtens nach ohne Nachzudenken)
das Projekt "Notinsel" ins Leben zu rufen.
Dieses Konzept einfach gestrickt und doch angeblich so Erfolgreich


Zitat
Das Konzept

Zitat:
„Notinsel“ in Kürze:
Geschäfte signalisieren Kindern: „Wo wir sind, bist Du sicher.“
Geschäfte bilden eine Gegenfront gegen potentielle Täter und gegen Gewalt.
Kinder haben die Möglichkeit, Hilfe zu finden. Das macht ihnen Mut.
Anreiz in der Familie zu Gesprächen über „Gewalt“ u. „Gefahren“.
Chance zur Entwicklung eigener Schutzstrategien in Familie und Schule.
Bedeutendes gesellschaftliches Signal für Kinder und deren Belange.
Solidarität von Politik, Wirtschaft, Schule und Bürgern gegen die Gleichgültigkeit gegenüber Kindern.
32 Fälle nach 1 Jahr in Ludwigshafen, 17 Fälle in Karlsruhe bei 275 befragten Geschäften, 1 Mädchen flüchtet sich in Bochum zum Bäcker, ein fremder Mann wollte sie mit nach Hause nehmen … allein diese Fälle rechtfertigen jede einzelne Notinsel!



weiteres nachzulesen unter http://www.notinsel.de


Desweiteren fand ich auf der Internetseite folgenden Text
Zitat

Hintergrund für die Aktion ist, dass Kinder den Schulweg immer häufiger mit einem Angstgefühl erleben. Gefahren durch gleichaltrige und kriminelle Jugendliche, durch Diebe, Pädokriminelle und ausländerfeindliche Gruppen bedrohen die Kinder.



welcher mich Veranlasste mich per Email einige Fragen zu stellen
Zitat
Offener Brief an die Initiative "Notinsel"

Werte Damen und Herren

Ich bin erst durch einen Beitrag auf RTL über das Konzept "Notinsel" informiert worden und habe mich danach ein wenig damit Befasst.
Ich, dreifach Mutter davon ein Kind schulpflichtig sehe absolut keinen Sinn in dieser Aktion und möchte Sie fragen, was eine solche Insel bitte bewirken soll?
Glauben Sie wirklich das unsere Kinder durch eine solche Insel geschützt sind? Denken sie nicht ein wenig weiter, das dieses Kind welches da Schutz sucht am nächsten Tag oder sobald es die sogenannte "Notinsel" verläßt mit dem selben Problem wieder konfrontiert wird?
Desweiteren lese ich auf Ihrer Internetseite folgenden Text
Zitat
Hintergrund für die Aktion ist, dass Kinder den Schulweg immer häufiger mit einem Angstgefühl erleben. Gefahren durch gleichaltrige und kriminelle Jugendliche, durch Diebe, Pädokriminelle und ausländerfeindliche Gruppen bedrohen die Kinder.


Dazu habe ich einige Fragen.
Nehmen sie unseren Kindern mit einer Notinsel die Angst vor dem Schulweg?
Denken sie nicht das die Gefahr (nämlich gleichaltrige kriminelle Jugendliche und DIEBE)
genau in der Schule sitzt??? Wo greift da eine "Notinsel?
Denken Sie nicht das das Problem Päderasten vom Staat hätte gelöst werden können durch härtere Gesetze? Wo hilft meinem Kind eine "Notinsel" bei der Gefahr, Opfer eines Päderasten zu werden?

Ausländerfeindliche Gruppen bedrohen unsere Kinder, ist es nicht ehr umgekehrt? Werden nicht unsere Kinder von ausländischen Jugendlichen ehr bedroht als umgedreht?

Für eine Antwort auf meine Fragen wäre ich sehr Dankbar
Hochachtungsvoll
XXX



Die Antwort kam schnell und war ziemlich ernüchternd

Zitat


Von: XXXXX
Datum: 04/17/06 12:01:31
An: XXX
Betreff: AW: Notinsel und deren Sinn

Sehr geehrte Frau XXX,

notinsel ist kein Allerheilmittel aber ein wichtiger Anfang um in unserm Land was zu bewegen, viele Kinder konnten schon Schutz finden und es konnte geholfen werden. Die von Ihnen erwähnten Bsp. der Gefahr könnten unendlich fortgesetzt werden, es sind nur Bsp. Das Projekt bewirkt ein Umdenkprozess bei jung und alt. Eltern haben endlich mal etwas ander Hand um mit Ihren Kindern zu sprechen über diese Themen, die sie vielleicht nicht anpacken würden...

Das Projekt wird sehr gut angenommen und ist erfolgreich.

MFG
XXX



Da keine meiner Fragen beantwortet wurden und ich denke ich als Mutter ein Recht auf Antworten habe schrieb ich nochmals zurück

Zitat
ehr geehrter XXXX.
Ich als Elternteil sehe darin keine Ermutigung zu einem Umdenkprozess, ehr stelle ich die Frage bei was ich denn Umdenken soll? Der Schutz meiner Kinder steht für mich als Mutter an erster Stelle und dies sollte ein Staat der schützend seine Hand über Deutschlands Kinder legen will, genauso wie eine Initiative die ins Leben gerufen wird dahingehend doch auch tun. Das ist die Pflicht der Eltern genauso wie die des Staates. Meine Fragen sehe in keinster Weise beantwortet, inwiefern hat eine Notinsel denn schon geholfen? Ich sehe hier keine Beispiele hierfür und vor allem wie lange hat dieses "Helfen" denn angedauert? Bis das Opfer wieder in die Schule oder auf die Strasse mußte?
Wäre es nicht Sinnvoller gewesen sich über einen längeren Zeitraum mit dem Thema Gewalt gerade an Schulen zu befassen (denn das Ergebniss sehe ich nicht als Ausgereift an). Sind Sie in die Schulen gegangen und haben nachgefragt? Haben Sie betroffene Jugendliche und deren Eltern konsultiert und gefragt was diese von diesen Notinseln halten?
Gab es noch andere Alternativen die vielleicht erwähnenswert wären?

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort
XXX




Daraufhin erreichte mich eine Email mit Fragen was ich denn Ehrenamtlich für Kinder tue und ich solle mich doch gefälligst an die Regionale Stelle wenden (ich dachte dies tat ich schon)
Ich erklärte ihm was ich so mache und meine Perspektiven und Ziele die ich in meiner Arbeit sehe und betonte nochmals das ich keinen Sinn in diesen Notinseln sehe
daraufhin war der Emailverkehr eingestellt