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Erziehungs-Seminare für Eltern – sinnvolles Angebot oder unmögliche Bevormundung? Gestern berichtete BILD über den Plan aus der Behörde von Schulsenatorin Christa Goetsch (GAL): Lehrer sollen Eltern ab 2010 in Schul-Kursen zu Erziehungs-Profis ausbilden. Zeitaufwand: zehn mal 2,5 Stunden, plus Hausaufgaben zur „Reflexion des eigenen Verhaltens“.
Eltern-Nachhilfe am Feierabend – zumindest bei Hamburgs Politikern kommt das gut an. GAL-Bildungsexperte Michael Gwosdz: „Es geht darum, ratsuchenden Eltern Hilfestellungen an die Hand zu geben.“ Ties Rabe (SPD): „Der Austausch zwischen Schule und Eltern muss verbessert werden. Von Zwangsbeglückung halte ich aber nichts.“ Hintergrund: In Berlin, wo solche Seminare an 46 Schulen angeboten werden, wird Druck auf unwillige Eltern ausgeübt. An einer Hauptschule gibt es sogar eine Teilnahme-Pflicht. So weit soll es in Hamburg nicht kommen! Das zuständige Landesinstitut für Lehrerbildung (LI) setzt auf Freiwilligkeit, will Eltern mit praktischen Vorteilen locken. LI-Fortbildungsleiter Uwe Heinrichs: „Von einem besseren Umgang mit Konfliktsituationen profitieren Eltern am Ende ebenso wie ihre Kinder.“ Doch die Betroffenen sehen das Ganze mit gemischten Gefühlen. BILD fragte nach: Was halten Sie von den Eltern-Kursen – und würden Sie selbst daran teilnehmen? Per Umfrage oder im Forum können Sie dazu Stellung beziehen |